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Der Musikverband beider Basel (MVBB) ist das jüngste Mitglied des Schweizerischen Blasmusikverbands (SBV). Erst am 9. März 2007 wurde der MVBB gegründet. Der MVBB ging aus der Fusion des Musikverbands Baselland und des Kantonal-Musikverband Basel-Stadt hervor. Seither setzt sich der MVBB für die Interessen der Musikanten in den Kantonen Basel-Stadt und Baselland ein.

Vor dem MVBB wurden die Interessen der Musikanten in den beiden Kantonen durch zwei über 100 Jahre alte Musikverbände vertreten. Im Folgenden wollen wir kurz auf die Ursprünge der beiden Basler Musikverbände eingehen.

 

Der Kantonal-Musikverband Basel-Stadt:
Der Kantonale Musikverband Basel wurde am 14. Juli 1897 von der Basler Jägermusik, dem Feldmusik-Verein Basel und der Metallharmonie Basel gegründet. Der Zweck lag in der Wahrung und Förderung der musikalischen Interessen, der Erlangung von Staatssubventionen für die hiesigen Vereine und der Erstellung einer “schwarzen Liste” für ausgeschlossene Mitglieder. Dank dieser Liste sollte es Mitgliedern, die wegen schlechtem Verhalten oder mangelnder Pflichterfüllung aus ihrem Verein ausgeschlossen wurden, verunmöglicht werden, in einen anderen Verbandsverein einzutreten. Erster Verbandspräsident war Theophil Ruf, Präsident der Metallharmonie.

Der Verband organisierte zunächst sogenannte “Monstre-Concerte”, bei denen die drei Gründervereine gemeinsam auftraten. Ausserdem gab es gemeinsame Auftritte bei Festspielen, beim jährlich durchgeführten St. Jakob-Fest und bei Promenade-Konzerten.

1900 erhielten die Musikvereine erstmals staatliche Subventionen, wobei die Beträge den Vereinen direkt und nicht dem Kantonalen Musikverband zugesprochen wurden. Für neu in den Kantonalen Musikverband eintretende Vereine bedeutete dies, dass sie durch den Eintritt nicht automatisch in den Genuss von Subventionen kamen, sondern wie zum Beispiel der Musikverein Kleinhüningen stark dafür kämpfen mussten.
Nach 1905 verlaufen sich die Spuren des Kantonalen Musikverbandes. 1910 ist der Verband letztmals im Vereinsverzeichnis des Basler Adressbuchs zu finden.

Als Nachfolgevereinigung wurde 1922 der Kantonal-Musikverband Basel-Stadt (KMV) gegründet mit Regierungsrat Dr. Adolf Im Hof als Präsidenten. (Quelle: Staatsarchiv Basel-Stadt)

 

Der Musikverband Baselland:
Am 18. Dezember 1904 trafen sich im Gasthof Rössli in Muttenz Delegierte folgender Musikvereine: Allschwil, Arlesheim, Binningen Eintracht, Binningen Metallharmonie, Bottmingen, Füllinsdorf, Muttenz, Läufelfingen, Münchenstein, Liestal, Oberdorf, Sissach, Pratteln und Waldenburg. Sie alle waren sich einig, einen kantonalen Musikverband zu gründen und bestellten eine 15-köpfige Kommission, welche die Satzungen des Verbandes vorzubereiten hatte. Die Kommission wurde von Albert Eglin, Sekundarlehrer, Muttenz, präsidiert. An der Gründugsversammlung vom 12. Februar 1905 im Hotel Engel in Liestal waren folgende 16 Vereine vertreten: Aesch, Allschwil, Arlesheim, Binningen Eintracht, Binningen Metallharmonie, Bottmingen, Frenkendorf, Liestal, Münchenstein, Muttenz, Oberdorf, Oberwil, Pratteln, Sissach, Waldenburg und Zunzgen.

Die Blasmusik hat nach dem Zweiten Weltkrieg nicht nur eine imposante Breitenentwicklung erlebt, sondern auch die Qualität der gebotenen Musik hat eine beachtliche Verbesserung erfahren. Die Verbesserung der musikalischen Qualität ist ausschliesslich auf die konsequente Durchführung von Instrumentalistenkursen zurückzuführen. Denn gerade im Bereich Kurswesen hat der Musikverband Baselland eine führende Rolle gespielt. Der Beweis dafür: Das in deiser Zeit vom Eidgenössischen Musikverband geschaffene Ausbildungsreglement basierte weitgehend auf dem Reglement des Musikverbands Baselland.

Während der Zeit von 1958 bis 1980 wurden acht neu gegründete Musikvereine in den Verband aufgenommen. In diesem Zeitraum fandne auch die Frauen Zugang zur Blasmusik – heute sind sie nicht mehr wegzudenken!
Die Verbandsarbeit wurde in der Zeit von 1943 bis 1980 vor allem von drei Kantonalpräsidenten geprägt: Georges Knopf (Oberwil), Hans Tschanz (Reinach) und Franz Duttweiler (Frenkendorf). Ihnen standen aber immer auch Mitarbeiter zur Verfügung, die im Kantonalvorstand initiativ und aufgeschlossen für eine gute Weiterentwicklung mitverantwortlich waren. (Quelle: 100 Jahre Musikverband Baselland, 1905–2005)

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